Die Gründung unserer Fabrik ist strikt mit der Tätigkeit der Familie John verbunden, die für Herstellung von Textilmaschinen und Metallelementen in Łódź bekannt ist. Józef John, ein deutscher Emigrant aus Tschechien, gründete hier eine kleine, bescheidene Mechanikwerkstatt, die wenige Arbeiter einstellte und unter dem Firmennamen Fabryka Maszyn i Odlewnia Żeliwa J. John (Maschinenfabrik und Gusseisengießerei J. John) geführt wurde. Die Ausdauer des Eigentümers und sein konsequentes Handeln sowie günstige Begleitumstände führten dazu, dass das Unternehmen nach einigen Jahren sowohl in Polen als auch im Ausland berühmt und anerkannt wurde. In der durch die Textilindustrie beherrschten Stadt war eine solche Fabrik eine Ausnahme.
1873-1876
Das Unternehmen war unter dem Namen Fabryka Maszyn i Odlewnia Żeliwa Berendt i John (Maschinenfabrik und Gusseisengießerei Berendt und John) bekannt. Gemäß den damals herrschenden wirtschaftlichen Tendenzen stellte die Fabrik eine große Menge von nicht-spezialisierten, unterschiedlichen Waren her.
1889
Der Vorstand nahm die Notwendigkeit der Betriebsspezialisierung wahr und beschloss, seine Tätigkeit vor allem auf die Herstellung von Transmissionsgeräten zu konzentrieren. Das Unternehmen setzte auf Qualität der Warenherstellung und ihre Zuverlässigkeit. J. John investierte vor allem in technische Kenntnisse und begann, erfahrene und ausgebildete Spezialisten im technischen Bereich einzustellen. Darüber hinaus investierte das Unternehmen, dessen Eigentümer, die Großherstellung anstrebten, in Spezialmaschinen, die dank der damaligen Technologie solche Metallmodelle, wie Bestandteile für Transmissionsgeräte, Lager, Dampfräder und Kupplungen aus Eisen erzeugen ließen. Zur Bearbeitung von Erzeugnissen benutzte die Fabrik eine ganze Reihe von unterschiedlichen und für diese Zeit modernen Werkzeugmaschinen, Griffen und Geräten. Die durch die Fabrik hergestellten Antriebsteile charakterisierte Präzision der Ausführung.
1903-1908
Die Fabrik vergrößerte den Umfang ihrer Tätigkeit durch die Herstellung von Kalandern. Neue Erfahrungen auf diesem Gebiet sowie die Anerkennung ihrer Kunden ermöglichten es, im Jahre 1908 die erste polnische Konstruktionsabteilung der Kalander zu eröffnen. In demselben Jahr wurde die Fabrik mit modernsten Werkzeugmaschinen ausgestattet und begann die Herstellung von verschiedenen Modellen der Kalander, Bürstenschleifer für Papier und Textilien.
1909-1911 Die Maschinenfabrik und Gusseisengießerei erhielt für die Gesamttätigkeit eine Ehrenurkunde "für vorbildliche Muster: die Eisengießerei, die Fabrik von Transmissionsgeräten, die Maschinenfabrik im Bereich Konstruktion und Herstellung". Nach dem Tod von Józef John wurde der Betrieb von seinem Sohn, Adolf, übernommen. Im Jahre 1911, auf Bestellung der Handwerker, Fabrikanten und einfacher Bewohner der Stadt Łódź erzeugte er in der Maschinenfabrik und Gusseisengießerei einen Abguss der Zygmunt-Glocke für die Kathedrale in Łódź.
1914-1945
Während des I. Weltkrieges wurde das in der Metall- und Gussindustrie tätige John-Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 1929 wurden die Betriebe der Russischen Strebelkesselfabrik in Chojny übernommen und seit dieser Zeit funktionierten sie als eine der Abteilungen der Maschinenfabrik und Gusseisengießerei. Während der Besatzungszeit konzentrierte sich die Tätigkeit der Fabrik hauptsächlich auf die Waffenherstellung für die deutsche Armee.
1946-1967
Nach dem Kriegsende, im Jahre 1946, wurde die Fabrik von J. John im Rahmen des Dekrets über das ehemals deutsche Vermögen nationalisiert und in das Eigentum des Staates übernommen. Ihre Tätigkeit aus der Vorkriegszeit nahm sie unter dem Firmennamen Zakłady Mechaniczne im. Józefa Strzelczyka Przedsiębiorstwo Państwowe (Józef Strzelczyk Mechanische Werke, Staatliches Unternehmen) wieder auf. Später funktionierte sie als ein Kombinat der Werkzeugmaschinen und Werkzeuge für Schleifbearbeitung "PONAR-JOTES" Zakłady Mechaniczne im. J. Strzelczyka w Łodzi ("PONAR-JOTES" J. Strzelczyk Mechanische Werke in Łódź). 1992 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft unter dem Namen Fabryka Szlifierek JOTES S.A. (Schleifmaschinenfabrik JOTES S.A.) umgewandelt.
1968-70
Der heutige Sitz des Unternehmens bei der Papiernicza Straße in Łódź wurde in den Jahren 1968-70 gebaut.
1973
Aufnahme der bis heute dauernden Kooperation mit dem Unternehmen SCHAUDT aus Stuttgart im Bereich Bau und Entwicklung von Walzenschleifmaschinen.
1975
Aufnahme der bis heute dauernden Kooperation mit dem Unternehmen SCHAFFER (USA) im Bereich Herstellung und Verkauf von Karussell-Flachschleifmaschinen. .
1994
Start der Herstellung von Gewinderollmaschinen für den ausschließlichen Auftrag des deutschen Unternehmens E.W.MENN.
1995
Unterzeichnung des Handelsvertrags mit der deutsch-schweizerischen Gruppe Schleifring Maschinenbau GmbH über langfristige Lieferung von Bau- und Ersatzteilen für Schleifmaschinen. Übernahme der Eigentumsrechte auf Dokumentation, Herstellung und Verkauf von Walzenschleifmaschinen der Gruppe E auf Weltmärkten. Bau und Einführung einer auf dem polnischen Markt einmaligen Schleifmaschine SPJ-80 für effektives Schleifen von großen Flächen. Herstellung spezialisierter Schleifmaschinen für feuerbeständige Keramik auf Basis der Schleifmaschinen SAB100W.
1997
Vereinbarung mit dem Unternehmen ZAG (USA) über den Austausch des technischen Gedankens und der technischen Dokumentation im Bereich Konstruktion von Walzenschleifmaschinen. Aufnahme der Kooperation mit dem italienischen Unternehmen Tacchella im Bereich Herstellung von Komponenten und Walzenschleifmaschinen. Aufnahme der Kooperation mit dem italienischen Unternehmen Favretto und Herstellung von numerisch gesteuerten Flachschleifmaschinen.
1998
Bestätigung der Übereinstimmung des vorhandenen Qualitätsmanagementsystems mit der Norm ISO 9001 durch die TÜV-Prüfer und Erlangung des ZERTIFIKATS ISO 9001.
2011
04. August 2011 – eine Gesellschaft aus der Kapitalgruppe COMPLEX – Complex Marketing Sp. z o. o. – übernahm einen organisierten Teil der Schleifmaschinenfabrik JOTES S.A. Zurzeit wird die Gesellschaft JOTES S.A. durch die Maschinenfabrik JOTES Sp. z o.o. geführt, die auch zur Holding COMPLEX gehört.